Raumluftmessung nach VDI 3492 | Villingen-Schwenningen

Raumluftmessung nach VDI 3942

Messung von Asbest- und Mineralfasern in der Raumluft

Mit einer Raumluftmessung können luftgetragene anorganische Fasern in Innenräumen erfasst und deren Konzentration bestimmt werden. Die Probenahme erfolgt durch das Ansaugen eines definierten Luftvolumens über einen geeigneten Filter. Die anschließende analytische Auswertung der Filterprobe erfolgt mittels Rasterelektronenmikroskopie und energiedispersiver Röntgenanalyse.

Die Untersuchung nach VDI 3492 ermöglicht insbesondere die Erfassung und Beurteilung von Asbestfasern sowie weiterer anorganischer Faserstäube in der Raumluft. Sie kann beispielsweise zur Untersuchung einer möglichen Faserbelastung oder zur Kontrolle nach Sanierungsmaßnahmen eingesetzt werden.

Art, Umfang und Randbedingungen der Messung werden entsprechend der jeweiligen Aufgabenstellung festgelegt. Die Ergebnisse der Laboranalyse werden anschließend unter Berücksichtigung des Untersuchungsanlasses und der maßgeblichen Bewertungsgrundlagen fachtechnisch eingeordnet.

Wann ist eine Raumluftmessung sinnvoll?

Eine Raumluftmessung nach VDI 3492 kann erforderlich oder sinnvoll sein, wenn eine mögliche Belastung der Raumluft durch Asbestfasern oder andere anorganische Faserstäube untersucht werden soll. Der konkrete Untersuchungsumfang richtet sich nach dem Anlass der Messung und den vorhandenen Randbedingungen.

Typische Anwendungsfälle:

  • Verdacht auf eine Faserbelastung der Raumluft
  • Untersuchung nach Beschädigung oder Bearbeitung asbesthaltiger Materialien
  • Kontrollmessungen im Zusammenhang mit Sanierungsmaßnahmen
  • Messungen nach Abschluss von Asbestsanierungsarbeiten
  • Untersuchung auffälliger Situationen bei vorhandenen Mineralfaserprodukten
  • fachtechnische Bewertung vorliegender Messergebnisse

Eine Raumluftmessung ersetzt dabei nicht grundsätzlich die Untersuchung verdächtiger Baustoffe oder Materialien. Je nach Fragestellung können ergänzende Materialproben oder weitere Untersuchungen erforderlich sein.

Ablauf einer Raumluftmessung

Zu Beginn werden die Aufgabenstellung und die für die Messung maßgeblichen Randbedingungen festgelegt. Anschließend erfolgt die Probenahme der Raumluft mit einem geeigneten Probenahmesystem entsprechend dem vorgesehenen Untersuchungsverfahren.

Die beaufschlagten Filter werden anschließend zur analytischen Untersuchung an ein entsprechend ausgestattetes Labor übergeben. Dort erfolgt die Auswertung mittels Rasterelektronenmikroskopie und energiedispersiver Röntgenanalyse.

Nach Vorliegen der Analyseergebnisse werden die festgestellten Faserkonzentrationen unter Berücksichtigung des Untersuchungsanlasses und der maßgeblichen Bewertungsgrundlagen fachtechnisch eingeordnet. Bei Bedarf können daraus Empfehlungen für weiterführende Untersuchungen oder Maßnahmen abgeleitet werden.

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