Baubegleitende Qualitätskontrolle
Baumängel frühzeitig erkennen und Folgeschäden vermeiden
Bei der baubegleitenden Qualitätskontrolle wird die Ausführung ausgewählter Bauleistungen zu festgelegten Zeitpunkten fachtechnisch überprüft. Ziel ist es, erkennbare Mängel und Ausführungsabweichungen möglichst frühzeitig festzustellen, bevor nachfolgende Arbeiten die betreffenden Bauteile verdecken oder eine spätere Mangelbeseitigung erschweren.
Die Kontrolltermine können entsprechend dem Bauablauf und den für das jeweilige Bauvorhaben besonders relevanten Bauabschnitten festgelegt werden. Festgestellte Auffälligkeiten werden vor Ort fachtechnisch eingeordnet und können auf Wunsch dokumentiert werden.
Typische Kontrollzeitpunkte
Die Kontrolltermine werden objektspezifisch festgelegt und orientieren sich am Bauablauf. Besonders sinnvoll sind Überprüfungen vor dem Verschließen oder Überdecken später nicht mehr zugänglicher Bauteile.
Zum Beispiel:
- Rohbau und tragende Bauteile
- Abdichtungsarbeiten an erdberührten Bauteilen
- Dach- und Abdichtungsarbeiten
- Fenster- und Fassadenanschlüsse
- Ausführung von Wärme- und Schalldämmmaßnahmen
- Arbeiten vor dem Verschließen von Wand-, Decken- und Bodenaufbauten
- Innenausbau und Oberflächen
- Kontrolle vor der Bauabnahme
Welche Kontrolltermine im Einzelfall zweckmäßig sind, wird anhand der Bauweise, des Leistungsumfangs und des Baufortschritts festgelegt.
Abgrenzung zur Objektüberwachung
Die baubegleitende Qualitätskontrolle erfolgt zu vereinbarten Kontrollzeitpunkten und stellt keine fortlaufende Objektüberwachung oder Bauleitung dar. Die Überprüfung bezieht sich auf die zum jeweiligen Ortstermin zugänglichen und im Rahmen der Beauftragung zu untersuchenden Bauleistungen.
Soll eine kontinuierliche Überwachung und Koordination der Bauausführung erfolgen, kann hierfür eine gesonderte Objektüberwachung vereinbart werden.
